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Geschichte


Wolfshöher Tonwerke – Qualität seit 1856

Um die Mitte des 19. Jahrhunderts belieferte der Schnaittacher Ziegeleibesitzer Lorenz Wolf unter anderem das Gaswerk in Nürnberg mit seinen Erzeugnissen. Hier lernte er erstmals feuerfeste Steine kennen, die in großem Umfang zum Bau von Feuerungen benötigt wurden und bis dahin zu sehr hohen Preisen aus England bezogen werden mussten. Sie erregten sofort sein besonderes Interesse, da er auf seinem Weg nach Nürnberg schon des öfteren Spuren feuerfesten Tons beobachtet hatte.
Lorenz Wolf erkannte seine Chance und gründete 1856 auf der Rollhofener Höhe eine Schamotte-Produktion. Damit sind die Wolfshöher Tonwerke einer der ältesten Hersteller von feuerfesten Erzeugnissen in Deutschland.
Im Jahre 1869 stellte er den Antrag, die Siedlung auf der Rollhofener Höhe nach seinem Namen „Wolfshöhe“ zu benennen, was ihm auch vom Königreich Bayern genehmigt wurde.

Werk I Wolfshöhe 1870

Im Todesjahr des Gründers 1878 ging das noch kleine aber in guter Entwicklung befindliche Werk auf dessen Sohn Georg Wolf über. Dank seiner ausgesprochenen technischen Veranlagung gelang es ihm, bedeutende maschinelle Verbesserungen durchzuführen – u.a. der patentierte und im In- und Ausland eingesetzte Ofen „System Wolf“ – und so die Qualität und die Leistung der Fabrikation wesentlich zu steigern.
Der Neubau der Bahnlinie Neunkirchen – Simmelsdorf im Jahre 1897 brachte dem Betrieb einen Bahnanschluss, ein in der damaligen Zeit ohne Kraftwagen nicht zu unterschätzender Vorteil. Unmittelbar neben der Bahnstation Rollhofen wurde das Werk II errichtet. Hier konzentrierte man sich auf die Produktion von Schamottesteinen, während im Werk I ausschließlich Eisenklinker, ein schon damals viel gefragter und aussichtsreicher Artikel, hergestellt wurden.
Einen weiteren wesentlichen Auftrieb erhielt das Unternehmen durch den 1902 durchgeführten Kauf der Tonlager in Großbellhofen, wodurch sich Georg Wolf eine sichere Rohstoffbasis für seine Fabrikation schuf. Sie bildet auch heute noch, durch Zukäufe erweitert, die Grundlage gleichbleibender Qualität und Zuverlässigkeit der Wolfshöher Erzeugnisse.
Zu dieser Zeit waren etwa 200 Personen beschäftigt und das Absatzgebiet erfasste bis zum Beginn des ersten Weltkrieges bereits ganz Süddeutschland, die nördliche Schweiz und das westliche Österreich.

Werk II Rollhofen 1906

Im Jahre 1911 wurden die drei Söhne, Lorenz, Jakob und Georg Wolf nach erfolgter technischer und kaufmännischer Ausbildung unter Gründung der „Wolfshöher Tonwerke GmbH“ an der Firma beteiligt. Damit begann eine neue Entwicklungsperiode, in der die erreichte Marktposition durch Maßnahmen der Rationalisierung und Qualitätsverbesserung gesichert werden konnte.
Dank des soliden Fundamentes auf dem die Wolfshöher Tonwerke sowohl in finanzieller als auch in technischer Beziehung ruhten, konnten Rückschläge, in Folge der Weltkriege, die Grundlagen der Firma nicht erschüttern. Nicht zuletzt wurde dies ermöglicht durch die Treue und Zuverlässigkeit eines Stammes von Angestellten und Arbeitern, die teilweise schon in mehreren Generationen im Betrieb tätig waren.

Bis heute sind die Wolfshöher Tonwerke ein Familienbetrieb geblieben, der mittlerweile in der 6. Generation geführt wird.
In den modernen Fabrikationsanlagen werden von ca. 80 Beschäftigten hochwertige Schamottesteine, sowie Kaminrohre produziert, die in ganz Deutschland und im angrenzenden Ausland geschätzt werden.

Wolfshöher Tonwerke heute

 
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